​Sie haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass Ihre Daten vom MDK Nord vertraulich behandelt werden. Ebenso haben Sie einen Anspruch auf Einsicht aller Ihrer beim MDK gespeicherten Daten (Mehr dazu unter „Akteneinsicht".) Daher sind alle Mitarbeiter des MDK Nord verpflichtet, Stillschweigen über personenbezogene Daten zu wahren.

Der MDK Nord wird von den Kranken- und Pflegekassen mit der Klärung medizinischer oder pflegerischer Fragen gemäß Sozialgesetzbuch beauftragt. Um qualifiziert antworten zu können, ist es für die MDK-Gutachter erforderlich, sich ein Bild zum Beispiel über die Erkrankung und die bisherige oder beabsichtigte Behandlung durch den Hausarzt zu machen.
Gesetzliche Bestimmungen (wie der § 276 SGB V oder § 18 SGB XI) erlauben dem MDK Nord, die erforderlich Daten zum Versicherten über Krankheiten, Behinderungen, Behandlungen und Pflegebedarf – gegebenenfalls nach erteilter Einverständniserklärung - einzuholen und für die gutachterliche Arbeit zu nutzen.

Mitarbeiter der Kranken- und Pflegekassen sind in der Regel keine Ärzte. Medizinische und pflegefachliche Fragen stellen die Krankenkassen an die Medizinischen Dienste. Dafür geben sie eine sozialmedizinische Begutachtung in Auftrag. Diese Begutachtung ist nicht wie eine Untersuchung bei Ihrem Arzt. Der MDK-Gutachter führt stattdessen alle für Ihren Fall relevanten Befunde zusammen, um die Frage der Krankenkasse beantworten zu können. Diese Befunde gehören zu den Daten, die der MDK anfordert.

Grundlage für das Anfordern und Bewerten der Daten sind die Sozialgesetze mit den Richtlinien, die dazu vom Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen verfasst werden.  

Zu den Daten gehören:

Röntgenbilder, Arztberichte, Entlassungsberichte aus dem Krankenhaus oder einer Rehabilitationseinrichtung, Verordnungen für Medikamente und Hilfsmittel oder die Pflegedokumentation sind Beispiele für die Unterlagen, die der MDK-Gutachter für seine Beurteilung benötigt. 

Zur Auskunft gegenüber dem MDK sind verpflichtet:

•    Kranken- und Pflegekassen
•    behandelnde Ärzte, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, Pflegedienste etc.
•    andere Sozialleistungsträger wie die Deutsche Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit, Versorgungsamt, Berufsgenossenschaft

Die Kranken- oder Pflegekasse erhält nicht automatisch das ausführliche Gutachten. Sie erhält nur das Ergebnis und so viele Informationen, um das Ergebnis der MDK-Begutachtung nachvollziehen zu können. Manchmal können auch Leistungserbringer wie behandelnde Ärzte oder Krankenhäuser informiert werden. Andere Sozialleistungsträger wie die Deutsche Rentenversicherung können ebenfalls das Ergebnis der Begutachtung anfordern. Außenstehende (wie Arbeitgeber) bekommen grundsätzlich keine Informationen, Angehörige oder Personen Ihres Vertrauens nur mit Ihrer Zustimmung.

Sie können grundsätzlich alle Informationen einsehen, die der MDK in den vergangenen fünf Jahren über Sie gespeichert hat. Grundlage dafür ist der § 25 SGB X. Das Formular für die Akteneinsicht finden Sie hier >>Formular für Akteneinsicht nach § 25 SGB X

​Der MDK Nord ist verpflichtet, die Daten nach maximal fünf Jahren zu löschen.   


​Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Datenschutzbeauftragten des MDK Nord:

Herrn Stefan Manthey

mdk_0280, Foto DSB, voll.JPG
 

E-Mail:

Datenschutzbeauftragter@mdk-nord.de

Adresse:

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Nord

Der Datenschutzbeauftragte

Hammerbrookstraße 5

20097 Hamburg