Der Medizinische Dienst Nord unterstützt weiterhin die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, um die Corona-Pandemie einzudämmen und Versicherte vor einer Infektion zu schützen. Unter Maßgabe strenger Hygienemaßnahmen werden Regelprüfungen der Pflegequalität nach § 114 SGB XI vom 19. April 2021 an schrittweise wieder aufgenommen, sofern es die Infektionslage in der betroffenen Region und/oder der Pflegeeinrichtung zulässt.  
Diese Entscheidung berücksichtigt die auf Bundes- und Landesebene geltenden behördlichen Verordnungen und Regelungen in Bezug auf epidemiologische Gefährdungslagen. Dies bezieht auch behördlich angeordnete Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens (sogenannter Lockdown) auf Bundes-, Landes- oder regionaler Ebene mit ein.  

Die bisherigen Regelungen zu Anlassprüfungen bleiben davon unberührt und können unverändert erfolgen.

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Hinweise des MD Nord für Pflegeeinrichtungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie:

Vor den Prüfungen führen die Gutachterinnen und Gutachter SARS-CoV-2 Antigenschnelltest durch

Die Einhaltung der Abstandsregeln, Husten Mund-Nasen-Schutzes, regelmäßige Händehygiene (Waschen/Desinfizieren) sind für uns selbstverständlich.

Regel- und Wiederholungsprüfungen erfolgen nicht in Einrichtungen mit gemeldeten Verdachtsfällen und/oder SARS-CoV-2-Infizierten/COVID-19-Erkrankten unter den versorgten Personen/Mitarbeitern.

Mit der Ankündigung von Regelprüfungen am Vortag bitten wir die Pflegeeinrichtungen/Pflegedienste um Rückmeldung zu gemeldeten Verdachtsfällen bzw. Infektionen.

Um die Zahl der Kontakte unter den MDK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern möglichst niedrig zu halten, bilden wir möglichst kleine Prüfteams.

Für die Prüfung und das Gespräch bitten wir Sie um die Bereitstellung eines ausreichend großen Raumes, der die Einhaltung von Abständen ermöglicht.

Nach Möglichkeit sollten das Fachgespräch und die Auswertung der Dokumentation in einem Raum ohne Personenverkehr stattfinden. Die Räumlichkeit soll regelmäßig gelüftet werden.

Prüfung bei versorgten Personen

Körperliche Untersuchungen werden bei versorgten Personen mit gesicherter SARS-CoV-2-Infektion, mit gemeldetem SARS-CoV-2-Verdacht, bei Quarantänefällen, bei Versicherten mit akuten respiratorischen Symptomen in der Regel (Regelprüfungen) nicht durchgeführt.

Bei den Besuchen der versorgten Personen sollte die Prüferin/der Prüfer nur von einem Mitarbeiter begleitet werden.

Möglicherweise bitten die Prüfer darum, bei der Begutachtung behilflich zu sein, z.B. beim Drehen einer Bewohnerin oder eines Bewohners.

Bei Begutachtungen wird eine FFP 2-Schutzmaske getragen.

Wenn es bei Anlassprüfungen nach § 114 SGB XI zu Kontakten mit Personen mit gemeldetem SARS-CoV-2-Verdacht, SARS-CoV-2-Infektion bzw. zu COVID-19-Erkrankten kommt, werden von den Gutachterinnen/Gutachtern FFP 2-Schutzmasken, Schutzkleidung und medizinische Schutzhand-schuhe getragen.

Bei invasiv oder nicht invasiv beatmeten Versicherten oder Versicherten mit unspezifischen akuten respiratorischen Symptomen mit vermehrter Aerosolbildung wird den Gutachterinnen/Gutachtern ebenfalls eine FFP 2-Schutzmaske eingesetzt.

Bei der Prüfung ambulanter Pflegedienste werden Dienstfahrten der Gutachter und Gutachterinnen zu den versorgten Personen allein im Auto durchgeführt.

Im Rahmen der Einwilligungserklärung werden auch die Pflegebedürftigen (wenn möglich) oder die vertretungsberechtigten Personen/gesetzlich bestellten Betreuer durch die Gutachterin/den Gutachter über die Hygienemaßnahmen, welche im Rahmen der Besuche von Pflegebedürftigen erfolgen (Abstand halten, strikte Händehygiene, Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung), informiert.

• Kontaktnachverfolgung im Bedarfsfall

Für eine gegebenenfalls erforderliche Kontaktpersonennachverfolgung sind alle an der jeweiligen Begutachtung Beteiligten, d.h., auch neben den zu begutachtenden Versicherten bei der Begutachtung anwesende Angehörige und/oder Personal der Einrichtung, namentlich zu erfassen. Hierzu werden durch die Gutachterinnen und Gutachter Listen geführt. 

Ambulante Pflegedienste: 

Prüfankündigung_ambulant_online.pdf

Vollstationäre Pflegeeinrichtungen: 

Prüfankündigung_vollst_online.pdf

Die Gutachterinnen und Gutachter testen sich vor Beginn der Prüfungen mit einem SARS-CoV2-Antigenschnelltest. Bitte stellen Sie dafür einen Raum zur Verfügung.

Wichtiger Hinweis zum Infektionsschutz bei einer durch den MD Nord angekündigten Regelprüfung: 

Für den Fall gemeldeter(!) Verdachtsfälle beziehungsweise bestätigter SARS-CoV-2-Infektionen bei von Ihnen versorgten Personen oder bei Ihnen Beschäftigten, bitten wir Sie am Tag der Ankündigung einer Regelprüfung um schnellstmögliche Rückmeldung unter der Rufnummer 040 25169-5500 

Die Qualitätsprüfungen findet unter Berücksichtigung der allgemeinen und länderspezifischen Empfehlungen zum Schutz vor SARS-CoV-2 statt. 

In welchem Umfang und zu welchen Inhalten müssen die Schulungen in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen abgehalten werden?

Maßgeblich für die im Rahmen der Qualitätsprüfungen vorzunehmende gutachterliche Bewertung ist die Ausfüllanleitung zu der Prüfungsfrage. Hierbei handelt es sich um Ausführungen, die aus den Pflegetransparenzvereinbarungen ambulant/stationär in die Qualitätsprüfungsrichtlinien übernommen worden sind.

Der Medizinische Dienst hat selbst keine normativen Aufgaben, insofern werden Anforderungen an die Pflegeeinrichtungen nicht vom Medizinischen Dienst festgelegt.

Weitergehende Ausführungen zu den Inhalten und dem zeitlichen Umfang liegen nicht vor.

Die Verantwortung für den zeitlichen Umfang und die konkrete Ausgestaltung der Schulungsinhalte obliegt der Pflegeeinrichtung. Im Rahmen der Schulungen sollten neben den grundlegenden Maßnahmen der Ersten Hilfe insbesondere die in der Einrichtung auftretenden Notfallsituationen berücksichtigt werden.

Aus fachlicher Sicht und im Sinne der versorgten Pflegebedürftigen wird empfohlen, die Schulungen darauf auszurichten, dass die Mitarbeiter in Notfallsituationen entsprechend des aktuellen fachlichen Wissenstandes adäquat handeln können.

Vor diesem Hintergrund sind praktische Übungen in erster Hilfe sinnvoll.

Für die Prüfung teilstationärer Pflegeeinrichtungen gilt

Von einer regelmäßigen Schulung der Mitarbeiter in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen ist auszugehen, wenn die teilstationäre Pflegeeinrichtung belegen kann, dass solche Schulungen für die betroffenen Mitarbeiter in Abständen von nicht mehr als zwei Jahren durchgeführt worden sind. Neben Schulungen, die zum Beispiel die teilstationären Pflegeeinrichtungen selbst zu diesem Themen anbieten, können auch betriebliche Ersthelferschulungen dazu zählen.

Für die Prüfung ambulanter Pflegedienste gilt

Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn der ambulante Pflegedienst belegen kann, dass Schulungen in Erster Hilfe und zum Verhalten bei Notfallmaßnahmen in regelmäßigen Abständen von nicht mehr als zwei Jahren durchgeführt worden sind.

Bei einer Stichprobe von 10 Prozent der Mitarbeiter, die mindestens ein Jahr im Pflegedienst beschäftigt sind, werden Nachweise eingesehen.